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	<title>Bisschen Bekloppt Muss Man Schon Sein &#187; Tennessee</title>
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	<description>Unterwegs auf dem Appalachian Trail 2015</description>
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		<title>Damascus, VA (469,3 Meilen)</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 17:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Tennessee]]></category>
		<category><![CDATA[Virginia]]></category>
		<category><![CDATA[Damascus]]></category>
		<category><![CDATA[Kincora]]></category>

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		<description><![CDATA[Kincora Hostel TAG 41: 03/21/15, 22:43 PM Was Philadelphiakäse und halbwegs frisches Brot aus dem Walmart für ein grandioses Frühstück abgeben, ist kaum zu denken. Wir waren auch sehr froh, noch morgens die Entscheidung, nicht im Bunkroom, sondern im Zelt im Garten geschlafen zu haben, nicht zu bereuen. Das Wetter hielt sich den ganzen Tag [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Kincora Hostel</h3>
<p>TAG 41: 03/21/15, 22:43 PM<br />
Was Philadelphiakäse und halbwegs frisches Brot aus dem Walmart für ein grandioses Frühstück abgeben, ist kaum zu denken. Wir waren auch sehr froh, noch morgens die Entscheidung, nicht im Bunkroom, sondern im Zelt im Garten geschlafen zu haben, nicht zu bereuen. Das Wetter hielt sich den ganzen Tag prächtig, was uns bei dem späten Start aus Erwin, TN sehr gelegen kam und uns abends sogar zum erneuten Zelten samt Lagerfeuer verführte – am Nachmittag wurden wir mit einer Trailmagic aus Kaffee, Eistee, Brownies und Bananabread für den zahnärztlichen Stress entlohnt. Nichtsdestotrotz kühlte es nachts so weit aus, dass Wasserreste in unserem Geschirr froren. Selbiges erlebten wir zwei Tage später am eigenen Körper, als bitterkalter Wind die vom Regen klamme Kleidung in knirschende Eisschichten verwandelte. Eigentlich dachten wir, wir wären durch damit, doch es gab auch eine Wiederbegegnung mit dem allseits gefürchteten „Black Ice“, das gut passierbare Wege rutschgefährlich macht. Daher sparten wir uns auch die Übernachtung in dem höchsten Shelter, machten dort nur Mittagspause und entschieden uns eher für das wohl größte Shelter auf dem AT, welches aus einer alten Scheune besteht. Die Lücken in den zusammengenagelten Brettern machten jedoch auch diese Nacht zu einer der unbequemsten in letzter Zeit, da sogar Wolken und Nebel sichtbar ihren Weg durch unsere Schlafstätte fanden. So machten wir uns warme Gedanken mit dem Entschluss, doch nicht nach Damascus, VA durch zu gehen, sondern vorher noch einen Zwischenstopp in Hampton, TN einzulegen. Abgesehen davon, dass wir unsere Essensvorräte bedrohlich geplündert haben, tut ein richtiges Bett und eine Dusche alle paar Tage einfach gut. Der niedrige Standard, der im Kincora Hostel herrscht, wird offenbar durch den extrem niedrigen Preis von fünf Dollar pro Nacht und Nase gerechtfertigt, dafür muss man jedoch die Gesellschaft von streunenden Katzen im Schlaf- und Wohnbereich in Kauf nehmen. Stretch, ein Israeli, der schon seit Wochen Teil unserer Wanderung ist und uns immer wieder begegnet, verbringt als einziger weiterer Wanderer die Nacht im Hostel und teilte mit uns sowohl unseren Ärger, erst morgen früh einkaufen zu können (wir hatten uns seit Tagen auf echtes Essen statt dehydrierten Nudeln gefreut) als auch unser improvisiertes, zusammengewürfeltes und selbstzubereitetes Festmahl.</p>
<p>Überglücklich, die Berge mit über 6000 Fuß hinter uns und eine weitaus angenehmer zu wandernde Sektion vor uns zu wissen, passt sich auch das Wetter an und dürfte sich in naher Zukunft freundlich geben, wie uns ein Southbounder eines Mittags prophezeite. Kommen wir zu unserem Plan der nächsten Tage: Hoffentlich können wir ein paar Meilen überspringen, um so schnell wie möglich in Damascus, VA anzukommen. Dort wollen wir uns einen Zeroday gönnen und dann schauen, wie&#8217;s weitergeht. </p>
<h3>Damascus Branch Library</h3>
<p>TAG 46: 03/26/15, 1:55 PM</p>
<p>Es scheint, als wolle die Gegend alle Missstaende auf einen Schlag wiedergutmachen, denn schon die ersten Meilen nach Kincora waren wunderschoen und entschaedigten schon im Voraus fuer den brutalen Aufstieg, der nach einem Ortsbesuch im Tal unweigerlich folgt. Zum ersten Mal folgte der Trail fuer laengere Zeit einem Fluss und Wetter und sonntaegliche Massen an Besuchern trugen zu einem richtigen Urlaubsfeeling bei. Nach diesem besagten Aufstieg durch Mischbewaldung aus Kiefer und Eichen wurde es allerdings wieder gewohnt eintoenig, lange Zeit bewegten wir uns lediglich auf den Bergruecken &#8211; eigentlich bis nach Damascus hinein. Dadurch blieb die Wanderung jedoch auch relativ &#8222;smooth&#8220;, wie die coolen People zu sagen pflegen.<br />
Wir ueberschritten hier auch bereits kurz vorher unsere vierte Staatengrenze. Virginia ist einer der 14  Bundesstaaten, die der Trail mit am laengsten durchquert.</p>
<p>Nach einer Nacht in &#8222;The Place&#8220; (Methodisten-Haus fuer Hiker, 6 Dollar pro Nacht im Bunkbed) hier in Damascus, der im Uebrigen zweiten Stadt, durch die der Trail direkt fuehrt, und im Mai Schauplatz der Trail Days ist, wollen wir uns wieder auf den Weg ins Ungewisse machen &#8211; denn wir haben tatsaechlich nicht so wirklich eine Ahnung, wie&#8217;s weitergeht. Die naechste, groessere Stadt scheint wohl Marion zu sein, danach dann irgendwann Pearisburg, doch Genaueres bleibt uns noch unklar.Ausserdem geht es wieder ca. 3000ft aufwaerts, da die Orte einerseits leider in der Regel im Tal angesiedelt sind und die Berge im so oft gepriesenen &#8222;flachen&#8220; Virginia doch immer noch hoch sind. Zum vorausgesagten naechsten Wintereinbruch am Wochenende  befinden wir uns also wieder passend auf ca. 5000 Fuss Hoehe.. Aber noch leisten unsere Winterschlafsaecke uns gute Dienste, auch werden die kalten Tage weniger.<br />
Leider lockt im Moment kein besonderes Ziel in Rufweite, die kleineren Orte sind oft 3 bis 5 Meilen vom Trail entfernt. Um nur der Kaelte, aber nicht dem nagenden Hunger ausgesetzt zu sein, haben wir uns mit einigen Kalorienbomben ausgestattet, die zu verzehren die Highlights der naechsten Tage sind. Unsere stetig wachsenden Muskeln und Meilen brauchen Futter.</p>
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		<title>Erwin, TN</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2015 02:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Tennessee]]></category>

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		<description><![CDATA[Flint Mountain Shelter TAG 34: 03/14/15, 6:57 PM NEULAND Seit Springer Mountain hatten wir uns auf das vegetarische, frisch gekochte Dinner in Elmer&#8217;s Sunnybank Inn gefreut. Leider waren zu wenig Hiker, außer uns nämlich vorerst niemand, da, weswegen sich der Aufwand des Kochens nicht gelohnt hätte. Wenigstens konnten wir durch Gartenarbeit den Preis für die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Flint Mountain Shelter</h3>
<p>TAG 34: 03/14/15, 6:57 PM<br />
NEULAND<br />
Seit Springer Mountain hatten wir uns auf das vegetarische, frisch gekochte Dinner in Elmer&#8217;s Sunnybank Inn gefreut. Leider waren zu wenig Hiker, außer uns nämlich vorerst niemand, da, weswegen sich der Aufwand des Kochens nicht gelohnt hätte. Wenigstens konnten wir durch Gartenarbeit den Preis für die Übernachtung halbieren. Ansonsten stand das Übliche in Hot Springs an: Wäsche waschen, Vorräte auffüllen, kleinere Reperaturen und Verspeisen von Hamburgern. Das alles wurde zudem von ungewohnt gutem Wetter begleitet. Im Übrigen ist Hot Springs eine der wenigen, wenn nicht, die einzige, Stadt, die der AT direkt passiert. Nerviges Rein- und Rausgehitchhike wurde uns somit erspart. </p>
<p>Neuer, persönlicher Tagesrekord, und das dazu noch in akzeptabler Zeit. Das lag vielleicht nicht unwesentlich am eher schlechten Wetter, da der permanente Nieselregen irgendwann auch die beste Imprägnierung durchdringt. Die gelegentlichen Pausen hielten wir daher recht kurz und ein längerer Aufenthalt am ersten Shelter, welches wir mittags erreichten, wäre wegen des starken Windes auch ungemütlich geworden. Handschuhe und Mütze, die wir mit den Smokies hinter uns gelassen geglaubt hatten, kamen somit wieder zum Einsatz. </p>
<p>Obwohl sich das Wetter heute etwas aufklären sollte, war davon nicht viel mitzubekommen. Der Himmel zeigte sich regenverhangen und Bäume, die eigentlich Schutz versprechen müssten, formten aus kleinen Tropfen große. Froh, das Shelter wegen einer inzwischen kurz angerechneten Etappe im Vergleich früh erreichen zu können, verbringt sich der Rest des Tages dennoch am besten in den Schlafsack gekuschelt. </p>
<h3>Uncle Johnny&#8217;s Garten</h3>
<p>TAG 36: 03/16/15, 10:54 PM<br />
ZÄHNE ZUSAMMENBEISSEN<br />
Wenn man an Karma glaubt, müssen die nächsten Tage die besten auf dem Trail werden. Und die Zeichen stehen gut, für einen gerissenen Schnürsenkel und einen gebrochenen, aktuell irreparablen Reißverschluss am Schlafsack wurden wir immerhin mit Mountain Dew und Cola von Sectionhikern entlohnt – und das alles an einem Tag! Für eine abgefallene Krone und einen gebrochenen Zahn müsste dann ja mindestens eine im Wald wartende Pizza drin sein. Aufgrund dieses medizinischen Zwischenfalls mussten wir also den Trail schnellstmöglich verlassen, den nächsten Pickup freundlich heranwinken und unsere Situation erklären: Wir brauchen einen Zahnarzt. Jetzt. Sofort. Oder zumindest heute. Dass wir damit das amerikanische Gesundheitssystem auf eine harte Probe stellen, war uns bewusst, irgendwie hat aber doch alles besser geklappt, als geplant. In den bangen Stunden der Unwissenheit haben wir uns schon alles mögliche ausgemalt, von Flugumbuchung bis mehrwöchige Residenz in der nächstgrößeren Stadt. Trailangel Tom wollte uns eigentlich nur grüßen und seinen Wanderstock heute so richtig auf Touren bringen, dass er die nächsten vier Stunden mit uns verbringen würde, ahnte er da nämlich noch nicht. Unsere mehrfachen Entschuldigungen und Dankpreisungen kommentierte er nur lakonisch mit: “There&#8217;ll be other days for hiking.” Ohne ihn steckten wir jetzt noch immer ziemlich in der Klemme und wahrscheinlich in irgendwelchen schlecht zu verstehenden Zahnarzt-Hotlines. </p>
<p>Wir werden versuchen, auch die nächsten Tage unser Tempo von teilweise 20 Meilen aufrechtzuerhalten, um so schnell wie möglich in Damascus, VA zu sein – das ist also, abgesehen von kleineren Dörfern, in denen wir eventuell Einkäufe tätigen müssen – unser nächstes Ziel. Da momentan das Wetter mitspielt und uns wohlgesonnen ist, sollten wir für die rund 130 Meilen keine Woche benötigen. Es ist Zeit aufzuholen.</p>
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		<title>Gatlinburg, TN (207,3 Meilen)</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2015 02:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[North Carolina]]></category>
		<category><![CDATA[Tennessee]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Erlebnisse von Tag 18 bis 25. Gatlinburg 207,3 MI TAG 25: 03/06/15, 10:41 AM NACH DER STEIGUNG IST VOR DER STEIGUNG Noch etwas geschwächt, aber satt, ausgeschlafen, trocken und warm machten wir uns auf zum 7-Meilen-Aufstieg aus dem Tal des NOC. Müde und leicht durchfroren erreichten wir nachmittags das Shelter, entschieden uns jedoch dagegen, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erlebnisse von Tag 18 bis 25. </p>
<p><span id="more-130"></span></p>
<h3>Gatlinburg</h3>
<p>207,3 MI<br />
TAG 25: 03/06/15, 10:41 AM<br />
NACH DER STEIGUNG IST VOR DER STEIGUNG<br />
Noch etwas geschwächt, aber satt, ausgeschlafen, trocken und warm machten wir uns auf zum 7-Meilen-Aufstieg aus dem Tal des NOC. Müde und leicht durchfroren erreichten wir nachmittags das Shelter, entschieden uns jedoch dagegen, die Nacht dort zu verbringen – nicht nur, weil sich dort zwei Hiker breit gemacht hatten sondern auch um vielleicht eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Hostel wahrzunehmen. Dieses war allerdings restlos ausgebucht, weswegen wir notgedrungen unser Zelt im knöcheltiefen Schnee aufschlugen. Die Minusgrade, die das Untergehen der Sonne begleiteten, erschwerten dies zusätzlich.<br />
Am nächsten Tag brachen wir trotz nicht einwandfreier Verfassung und suboptimalem Untergrund unseren Tagesrekord von 16 Meilen um eine weitere, da das “Fontana Hilton” mit fast geschlossenen Wänden und einer heißen Dusche winkte. Zwar war es ansonsten nur ein Shelter wie alle anderen, doch alleine diese Annehmlichkeiten legitimieren die Titulierung fraglos. Noch perfekter hätte es nur mit den Quesedillas werden können, die Sectionhiker wohl zwei Stunden vor unserer Ankunft verteilten – so musste der einzig anwesende Thruhiker gleich drei essen. </p>
<p>Das südliche Ende der Smokies in Fontana präsentierte sich anfangs noch sonnig, zum Abend hin machte sich der Nationalpark um seinen Namen verdient. Da wir das Shelter erst nach Einbruch der Dunkelheit erreichten, wurden es uns vor allem durch die aufblitzenden Stirnlampen der Wanderer gewahr, die uns während unserer ausgiebigen Mittagspause mit einem halben Riegel im Mund überholten. </p>
<p>Wie der vorherige Tag endete, so begann der folgende. Die nächtliche Kälte überzog den langsam schmelzenden Schnee mit einer gefährlichen Eisschicht, sodass wir uns fast wünschten, die 65 Dollar teuren Spikes im letzten Outfitter gekauft zu haben. Die überraschenden, schneelosen 15 Grad auf einer felsigen Erhebung verführten uns wieder zu einer längeren Pause, denn dort entfaltete sich die wahre Schönheit der Smokies. Auf diesen Meilen folgt der AT der Staatengrenze zwischen North Carolina und Tennessee und fast schien es, als ob sich die Natur daran halten wolle. Während Tennessee fast vollends von einer Wolkendecke verschluckt war, die von unserer Position wie Meeresbrandung und Küstenlinie anmutete, offenbarte sich North Carolina geklärt. Von diesem Anblick beschwingt erreichten wir – selbstverständlich erst im Dunkeln – ein mit Springbreakern gut gefülltes Shelter, die uns unsere Bedenken allerdings vollkommen nahmen; teilweise konnten sie uns sogar auf deutsch willkommen heißen. </p>
<p>Gut, dass wir mit der Mördertour nach Fontana einen Tag wettgemacht haben, denn sonst hätten wir uns einen weiteren mit nassen Klamotten durch die Berge schleppen müssen. So blieben uns lediglich eineinhalb Tage, die mit Blick auf das zum Elysium verklärten Gatlinburg schnell vergingen. Die Ankunft am Newfound Gap, wo der Trail das erste und einzige Mal in den Smokies eine Straße kreuzt, stellte sich relativ unproblematisch dar. Kaum hatten wir einen Fuß auf den Asphalt gesetzt, versprachen uns auch schon zwei Mittfünfzigerinnen, uns in einer halben Stunde eine Mitfahrgelegenheit zu bieten. Froh, endlich der Kälte und Nässe entfliehen zu können, nahmen wir das Angebot dankend an. Auch wenn uns an diesem Tag lediglich fünf Meilen in den Knochen steckten, wussten sie noch vom vorhergehenden Tag die Besteigung des höchsten Punktes überhaupt auf dem AT. Leider verwehrte uns das Wetter jedoch jede Aussicht, eine Belohnung gönnten wir uns mit einem portablen Becher Nutella trotzdem.<br />
Ein anstrengender Wandertag braucht stets eine Motivation. Und knurrt gleichzeitig auch noch der Magen, brennen die Füße oder frieren die Finger, motiviert ein warmes Motelzimmer und ein saftiger Baconburger ungemein. Gatlinburg war uns schon als offener Vergnügungspark mit befahrenen Straßen in Erinnerung geblieben und daran hat sich in den fünf Jahren auch nicht viel geändert. Seit Abflug hatten wir eigentlich aus nostalgischen Gründen einen Besuch des Gatlinburger Wendy&#8217;s eingeplant, eine Filiale der Kette war allerdings nicht aufzufinden. Satt wurden wir letztendlich doch noch, wenn auch schon fast zu satt. Nach Tagen der Entbehrung waren unsere Mägen die Menge von einer fetten Pizza nicht gewöhnt und reagierten entsprechend ungehalten. An Kapitulation war nicht zu denken, deshalb entschieden wir uns für einen Dauerbelastungstest mit dem riesigsten All-you-can-eat-Frühstück, welches wir seit vier Wochen auf den Tellern hatten. Unseren Vitaminhaushalt dank vieler frischen Früchte wieder geregelt konnten wir uns endlich der Verlebung von zwei wohlverdienten Zerodays widmen, die wir nur zur Hälfte eingeplant hatten. Das schlechte Wetter führte nämlich zu einer Schließung des Gaps, über welches wir den Trail einst verlassen hatten, weswegen ans Weitergehen kein Gedanke zu verschwenden war. </p>
<p>Hoffentlich normalisiert sich die Lage morgen wieder, sodass wir die Smokies bis Montag hinter uns lassen können.</p>
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